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Schlaf #3: Darum lohnt es sich, so zu führen, dass Sie und Ihre Mitarbeitenden gut schlafen!

Lesezeit: 2 min | Veröffentlichung: 16.Februar 2022
von Christina Griesel

Schlafen ist doch Privatsache. Sicher keine Chefsache! Oder doch?! Was habe ich als Führungskraft damit zu tun? Wieso ist das ein Thema fürs Unternehmen?

Die Schlafqualität Ihrer Mitarbeitenden betrifft Sie und Ihr Unternehmen unmittelbar und zwar enorm

  • 80 % der Arbeitenden Bevölkerung schlafen schlecht (Gesundheitsreport der DAK, 2017). Die Folge Müdigkeit und Erschöpfung. Diese Zahl ist von 2005 bis 2017 um 70 % gestiegen! Wie wird sie jetzt durch die Belastungen der Pandemie aussehen?
  • Jede:r zehnte Erbwerbstätige kann nicht ein- oder durchschlafen (Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, BAuA, 2018). Dabei sind Frauen häufiger betroffen. Das könnte sich über die hohe Mehrfachbelastung von Frauen erklären.

Die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen sind laut BGHW und DAK früher Arbeitsbeginn, Arbeiten an der Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit, starker Termin- und Leistungsdruck, häufige Überstunden, Nacht- und Wechselschichten, Erreichbarkeit nach Feierabend über die sozialen Medien.

Weitere Gedanken zu Arbeit und Schlaf

  • Für mich war nicht ersichtlich, ob die Auswirkungen des Arbeitsklimas auf den Schlaf abgefragt wurden.
    Aus meiner Beratungserfahrung spielen Arbeitsklima und auch Konflikte im Privatbereich ebenfalls eine wichtige Rolle. Soziale Unterstützung ist nicht ohne Grund ein zentraler Aspekt für Resilienz.
  • Bezüglich Krankschreibungen wirken sich Schlafstörungen mit ca. 4 % nur geringfügig aus. Interessant wäre ihr Einfluss auf Fehlzeiten aufgrund höherer Infektanfälligkeit oder psychischen Erkrankungen. Da stellt sich dann wieder die Frage von der Henne und dem Ei.
  • Nicht zu unterschätzen die Präsentismus-Falle, d.h. die Menschen sind anwesend, ihre Leistung jedoch eher nicht so ganz. Wie sieht es also beispielsweise aus mit Fehleranfälligkeit, Leistungsfähigkeit und Teamklima. Denn jeder weiß: Fehlt der Schlaf, fehlt die Zugkraft.

Aus Sicht der DAK (2017) kann die Gestaltung von Arbeitsbedingungen ein großer Hebel sein, um das Risiko der Schlafstörungen für Erwerbstätige zu senken. Dazu gehört sowohl eine Veränderung der Arbeitsbedingungen als auch das Nutzen von Handlungsmöglichkeiten, die jede einzelne Person hat, um ihren Schlaf zu verbessern oder besser noch einen guten Schlaf beizubehalten.

 

Nutzen Sie Ihren Einfluss!

👉 Welchen Beitrag leisten Sie als Führungskraft, um die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die Belastung angemessen ist?
👉 Inwieweit ist „Arbeit & persönliche Gesundheit“ Teil Ihrer Mitarbeitenden-Fürsorge z.B. in persönlichen Gesprächen oder Teamsitzungen?
Möchten Sie Unterstützung bei der Umsetzung, dann schreiben Sie mir!

Weitere Impulse zum Schlaf

Schlaf #1: Warum Führungskräfte ausgeschlafen sein sollten?!

Schlaf #2: 8+1 Powertipps, um auch bei starkem Stress zu schlafen wie ein Murmeltier

 

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Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.