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Wie gehst du als Führungskraft mit Krankmeldungen um?

Lesezeit: 3 min | Veröffentlichung: 03. November 2022

von Christina Griesel

Wie du als Führungskraft einen guten Umgang mit Krankheit schaffst

Kennst du das? Nachdem eine Mitarbeiterin länger oder wiederholt krank war, hängt der Haussegen schief. Die Kolleg:innen „nörgeln“, werden plötzlich auch krank oder die Person wird geschnitten, wenn sie zurück kommt.

Hier ist Ihr Handeln als Führungskraft gefragt – und zwar schon im Vorhinein!

Eigentlich so naheliegend und doch im Alltagsgeschehen leicht vergessen. Hier ein paar Beispiele:

 

💡 Vorsorge: Umgang mit Gesundheit und Krankheit im Team klären.

✔️ Im Team besprechen, dass Sie gerne mal nachfragen würden, wie es Ihren Mitarbeitenden geht, wenn sie fehlen. Ob das ok ist? Dies ist ein Vorschlag von Dr. Matyssek.
✔️ Wie stehen die Mitarbeitenden dazu, sich gegenseitig im Krankheitsfall zu unterstützen? Was wird übernommen? Wo sind Grenzen? Wie kann man sich gegenseitig unterstützen?
✔️ Reflektion: Wie reden wir untereinander über kranke/fehlende Kolleg:innen?

 

💡 Akut: aktives und wertschätzendes Handeln ist gefragt

✔️ Gerade bei längeren oder regelmäßigen Ausfällen mit den Mitarbeitenden in Austausch treten, die das aufzufangen haben.
✔️ Prioritäten setzen – was ist dringend und wichtig und was kann liegen bleiben?!
✔️ Dafür sorgen, dass die zusätzliche Arbeitslast für die Kolleg:innen, die zur Arbeit kommen, zu bewältigen ist (und zwar nicht nur mit „Zähne zusammenbeißen“).
✔️ Die zusätzliche Arbeit möglichst auf mehreren Schultern verteilen.
✔️ Wertschätzenden Umgang untereinander im Blick behalten und ggf. eingreifen.
✔️ Wo möglich, Ausgleich für die Mehrbelastung schaffen. Zumindest in Form von Anerkennung.

 

💡 Nachsorge: einen nachhaltigen Wiedereinstieg ermöglichen

✔️ Willkommensgespräche zur Rückkehr führen – Wiedereinstieg erleichtern und mögliche Arbeitsursachen ergründen.
✔️ Rückblick und Ausschau mit den Mitarbeitenden, die die Mehrarbeit geleistet haben: Was lief gut? Was hätte anders laufen sollen? Wo wird Ausgleich nötig? Und: WERTSCHÄTZUNG für den Extraeinsatz geben.
✔️ und schließlich: Wie ist es Ihnen selbst ergangen? Was ist anders zu organsieren? Wo brauchen Sie anderen Austausch? Wie hat es sich auf die Stimmung im Team ausgewirkt?

🕚 Zu viel zu reden? Dafür haben Sie keine Zeit?!

Das verstehe ich sehr gut.

Gezielte, gut vorbereitete Gespräche und ein gutes Miteinander sowie eine klare Organisation sparen jedoch im Nachhinein viel Zeit und Kummer!
Und manches mal sichern sie auch den Schlaf – von dir und deinen Mitarbeitenden!!!

 

Fragen zur Reflektion

👉 Was funktioniert bei Ihnen besonders gut im Umgang mit Fehlzeiten?
👉 Wo werden Sie in Zukunft genauer hinschauen?

PS: Einige der Ideen sind Teil meines „Gesund Führen – sich und andere“-Trainings nach Dr. Anne K. Matyssek.

 

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Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.