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Gendern – hochstilisiert oder einfach die natürlichste Sache der Welt?

Lesezeit: 4 min | Veröffentlichung: 29. September 2022
von Christina Griesel

Gendern – hochstilisiert oder einfach die natürlichste Sache der Welt?

Ich hatte mal eine Kollegin, die war im Gendern so verbissen, dass man förmlich ihre Halsadern anschwellen sah und gefühlt die Temperatur im Raum anstieg, wenn sie darüber sprach.

Damit war für mich das Thema erledigt.

Ohne diese Stimmungsmache und in Ruhe betrachtet finde ich, dass es ein wichtiges Thema ist. Darum versuche ich immer wieder darauf zu achten. Aber bitte mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung – für alle.

 

Warum ich anfing, mehr „auf die Endungen“ zu achten

Eigentlich gibt es für mich einen zentralen Punkt, warum ich auf Gendern achte:
Weil mir irgendwann auffiel, dass ich bei der männlichen Form in der Tat meistens nur an Männer denke.

Und so achte ich darauf, so zu reden und zu schreiben, dass alle Geschlechter einbezogen sind, die ich auch ansprechen oder ausdrücken möchte. Und ehrlich gesagt finde ich persönlich auch nicht, dass es Texte holperig macht.

Das wars im Wesentlichen schon.

 

Ach so, dann sind da noch die Rollenbilder, die bei mir im Kopf aktiv sind.
Beruflich – weitere Perspektiven schaffen. Übrigens für Frauen und Männer. Und es fällt mir nicht nur auf, dass Frauen durch Sprache ausgeschlossen werden. Es fällt mir auch auf, dass durch den bisherigen Sprachgebrauch Männer bei einigen Themen nicht auf dem Radar sind.

Ganz besonders fällt es mir auf, wenn es um Beteiligung an der Kindererziehung geht. Weil ich denke, dass Männer einen wichtigen Anteil für die Entwicklung der Kinder zu leisten haben, der bei der altbewährten Erziehungsvorstellung leicht „untergeht“.

 

Unsere Gesellschaft: Einflussnahme auf die junge Generation wirklich nötig?!

Im Übrigen finde ich, dass es ein ganz natürliches Thema ist. Genauso wie gesunde Ernährung, Sport und Sexualität. Es ist kein Thema mit dem wir unsere Kinder behelligen sollten oder zu dem unsere Teenager in Bezug auf ihre eigene Identität, mitten in der inneren und äußerlichen „Umbauphase“ Stellung nehmen sollten.

Vielleicht sollten wir uns da eher was von den kleineren Kindern abschauen, z.B. wie das geht mit einem natürlichen Umgang zum Geschlecht.
Leben wir es vor, ziehen die Kinder sowieso nach – das können alle Eltern bezüglich ihrer Macken genauso beobachten wie auch bei allem, was sie tatsächlich ihren Kindern mit auf den Weg geben wollen.

Auch Führende haben hier einen nicht zu unterschätzenden Einfluss.

 

Den eigenen „Gender-Weg“ finden

Deswegen mache ich das jetzt so:
Merke ich, dass ich alle einbeziehen will, findest du bei mir Formulierungen wie „Mitarbeitende“, „Führende“ oder diese Wörter mit „:“.
Und manchmal denke ich auch gar nicht drüber nach und schreib es einfach „wie schon immer“.

 

Fragen zur Reflektion

Wie stehst du zum Gendern?
👉 Nimmst du bei dir auch den Einfluss der Sprache wahr?
👉 Oder bist du einfach nur genervt, wie das Thema zum Teil hochstilisiert wird?

 

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Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.