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Haben Führungskräfte noch (genug) Nerven für Ihre Familie?

Lesezeit: 3 min | Veröffentlichung: 8. Juni 2022

von Christina Griesel

 

Gesund Führen: Können Führungskräfte so arbeiten, dass sie einsatzbereit in der Familie sind?

Für mich hat meine Familie höchste Priorität. Das sagen auch viele andere von sich. Auch viele Führungskräfte.
Wie gut schaffen wir, das auch wirklich zu leben?

In meiner Arbeit habe ich oft erlebt, dass der Beruf so beansprucht, dass die Ressourcen für die Familie dadurch eingeschränkt sind.

Wie sieht es im „echten“ Leben aus?

🚸 Im ersten Lockdown gab es einen sehr sympathischen halbprivaten Talk von zwei bekannten Führungsexperten, die selbst Führungskräfte sind. Das Gespräch wurde auf Youtube veröffentlicht. Dabei erzählt einer als Beispiel für eine positive Veränderung durch den Lockdown*, dass es ihm jetzt gelungen sei, seine drei kleinen Kinder abends ALLEINE gleichzeitig ins Bett zu bringen. Er berichtet, dass er jetzt die Geduld dafür habe.
Ein prominentes Beispiel für ein alltägliches Thema.

🚸 Als Mutter von drei Kindern in ähnlichem Altersabstand sowie als frühere Begleitung von Eltern auf Kur hat mich das direkt angesprochen (um nicht zu sagen „angesprungen“) – auch wenn meine inzwischen schon viel älter sind. Ich kann das nur zu gut verstehen.

Gibt es Unterschiede im Umgang mit der Familie zwischen Männern und Frauen?

👫 Dass es den Müttern gelingt, wird immer noch für viel selbstverständlicher gehalten, als dass man es von den Vätern erwarten würde.
Übrigens habe ich in meiner Klinikarbeit lernen dürfen, dass Väter, die wirklich die „Mutter-Haushalts“-Rolle übernehmen (also mit allem „drum und dran“), die gleichen Probleme haben wie Mütter. Das kam mir am Anfang echt komisch vor. Soviel zur Prägung.

🗲 Die „typischen Frauenprobleme“ waren also eher Rollenprobleme!

Individuelle Wege finden, um neben der Arbeit auch Ressourcen für die Familie zu haben

💡 Oft merken wir jedoch gar nicht, dass der Beruf uns so beansprucht, dass uns Kraft und Energie für die Familie fehlt. Der Alltag hat uns im Griff. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man das alles „wegzaubern“ kann.

💡 Ich denke allerdings, dass wir ganz bewusst, kleine Dinge anders machen können, um dem Familienleben auch im Alltag ein „mehr“ an Qualität zu geben.
Ein Anfang ist, mal genau hinzuschauen: „Was wünsche ich mir?“ und „Was könnte mein erster (realistischer) Schritt in die Richtung sein?!“
Eine Coachee von mir hat sich dafür z.B. überlegt, nach der Arbeit erst einmal eine kleine Runde mit Musik auf den Ohren durch den Park zu drehen. Abschalten. Durchatmen. Eine kleine Auszeit nehmen. Und sich dann aufgetankt wieder aufs Kind freuen können.

Einen Moment inne halten

👉 Was würde dir guttun, damit du zu Hause besser auf dein(e) Kind(er) eingehen kannst?
👉 Was wünscht sich dein Kind von dir?
👉 Was wünscht du dir von deinen Familienmitgliedern?
👉 Wo braucht dein Partner/deine Partnerin Entlastung oder Freiraum?

Und die entsprechenden Fragen gelten übrigens auch für alle übrigen Familienmitglieder.

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Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.