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Diskussion im Workshop: Ist Gleichbehandlung im Job fair oder unfair?

Lesezeit: 4 min | Veröffentlichung: 15. September 2022

von Christina Griesel

 
Heißt gesund führen Gleichbehandlung? – Ein Blick auf die Rahmenbedingungen

Gleichbehandlung?! „Ich habe alle meine Kinder ‚gleich lieb‘ “

👨‍👩‍👧‍👦 Das erinnert mich direkt an früher: Da hat meine Mutter auch immer gesagt, dass sie mich und meinen Bruder „gleich“ behandeln möchte.
Als ich dann selbst drei Kinder hatte wurde mir mehr als deutlich: das geht gar nicht. Stimmt nicht: es geht. Aber nicht, wenn ich allen gerecht werden möchte!
Am einfachsten finde ich das am Beispiel Hobbies:
Da mein Sohn gerne – wer hätte es gedacht – Fußball gespielt hat, hätte ich ja zur Gleichberechtigung das auch den Mädels möglich machen müssen, oder? Es war schließlich seine liebste Beschäftigung.

Umgekehrt sind meine Mädchen – ganz Klischee – am liebsten reiten gegangen. Da hat mein Sohn mal reingeschnuppert. Das war es dann. Wollte nur weiter machen, wenn er gleichzeitig auch hätte Pfeil und Bogen schießen können …

💡 Fazit: Ich hätte keinem einen Gefallen getan, wenn ich der „Gleichberechtigung“ wegen, alle die gleichen Hobbies hätte machen lassen.

Wer Kinder hat kennt das: Das hätte regelmäßig schlechte Stimmung gegeben. Und dann machen die Kinder auch bei allem anderen nicht mehr so richtig gut mit.

Ungleichbehandlung, um beste Leistungen zu ermöglichen

👨‍💼 👩‍💼 Bei der Arbeit ist es letztlich genauso: Jeder hat unterschiedliche Stärken, andere berufliche und private Hintergründe, Persönlichkeiten usw. und möchte damit gesehen werden.
Gerade die unterschiedlichen Anforderungen des Alltags sind nicht zu unterschätzen. Chronisch Kranke brauchen vielleicht Reha-Kurse (tagsüber) zur eigenen Gesunderhaltung, Eltern von Kleinkindern und pflegende Angehörige brauchen Arbeitszeiten innerhalb der Betreuungszeiten, … kann das berücksichtigt werden, werden unmittelbar Ressourcen frei, die der Arbeit zu Gute kommen.

Somit macht Sinn, diese Unterschiede und Besonderheiten für das Unternehmen zu nutzen, statt alle standardmäßig gleich zu behandeln. Das gilt ebenso für die Vorteile wie auch die unangenehmeren Teile der Tätigkeit.

💡 Fazit: Fair und „gleich“ behandele ich alle, wenn es mir gelingt, alle meine Mitarbeitenden wertzuschätzen (auch die Nicht-Lieblinge!) und ich jeden nach Stärken und Besonderheiten einsetze und auch – wo es gebraucht wird – Freiräume ermögliche.

 

So schaffe ich ein Arbeitsumfeld, in dem alle bestmöglich ihre Leistung bringen können.

Bringen individuelle Rahmenbedingungen nur Vorteile?

⛈️ Ach ja und dann sind da die, die normal gesund sind und auch gerne die Sonderbehandlungen für chronisch kranke Mitarbeitende haben möchten. Von denen erwarte ich genau wie von den chronisch Kranken, dass sie ihre Ziele und Aufgaben erfüllen. Brauchen Sie besondere Rahmenbedingungen, dann ist das persönlich zu klären.
👩‍👦‍👦 Fallbeispiel: Eine alleinerziehende Mutter, Sekretärin, hatte mit ihrem Chef ausgehandelt, dass sie vormittags im Büro ist und abends, wenn die Jungs im Bett waren, die Schreibtischarbeiten erledigt.
Win-win für beide.
Abends hat sie in Ruhe richtig was weggeschafft (viel effizienter als wenn sie mit ständigen Störungen im Büro gesessen hätte) und konnte nachmittags für ihre Kinder da sein.
Andere sehen dann oft nur, „die ist ja nur morgens da“. Der Chef wusste, was er an ihr hatte. Es ist an ihm, das Miteinander unter den Mitarbeitenden zu klären.

Schade, dass solche Lösungen oft nur möglich sind, wenn man schon länger für ein Unternehmen arbeitet.

💡 Fazit: Ich lasse mich nicht mit Forderungen nach Pseudo-Gleichbehandlung aus der Ruhe bringen, sondern gehe transparent und gezielt auf besondere Bedürfnisse ein. Leistung wird nach Erreichung der Aufgaben-Ziele gemessen.

Individuelle Ungleichbehandlung für gesundes Führen

🧭 Und hier ist es meine Aufgabe als Führungskraft Folgendes zu klären:

🚩 „Passende Rahmenbedingungen“ heißt nicht weniger Leistung.
🚩 Ungleich und dabei bedürfnisorientiert behandeln heißt: optimale Arbeits- und Leistungsbedingungen ermöglichen.
🚩 Mit diesem Vorgehen baue ich Gesundheit & Loyalität sowie Leistung & Wirtschaftlichkeit auf und erhalte sie.

💡 Fazit: Jede:r kann bestmöglich seine Arbeit gestalten und leisten.

Wenn das nicht im Sinne aller ist!?!

  

Fragen zur Reflektion

👉 Was denkst du? Kann man alle „gleich“ behandeln und dabei fair sein und bestmögliche Leistung erhalten?

Möchtest du mehr Impulse, dann schreib mir gerne, welche Themen dich interessieren.

 

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Lesezeit: 5 min | Veröffentlichung: 15. September 2022

von Christina Griesel

Heißt gesund führen Gleichbehandlung? – Ein Blick auf die Rahmenbedingungen 

 

Geichbehandlung?! „Ich habe alle meine Kinder „gleich lieb“ „.

👨‍👩‍👧‍👦 Das erinnert mich direkt an früher: Da hat meine Mutter auch immer gesagt, dass sie mich und meinen Bruder „gleich“ behandeln möchte.

Als ich dann selbst drei Kinder hatte wurde mir mehr als deutlich: das geht gar nicht. Stimmt nicht: es geht. Aber nicht, wenn ich allen gerecht werden möchte!

Am einfachsten finde ich das am Beispiel Hobbies:Da mein Sohn gerne – wer hätte es gedacht – Fußball gespielt hat, hätte ich ja zur Gleichberechtigung das auch den Mädels möglich machen müssen, oder? Es war schließlich seine liebste Beschäftigung.

Umgekehrt sind meine Mädchen – ganz Klischee – am liebsten reiten gegangen. Da hat mein Sohn mal reingeschnuppert. Das war es dann. Wollte nur weiter machen, wenn er gleichzeitig auch hätte Pfeil und Bogen schießen können …

💡 Fazit: Ich hätte keinem einen Gefallen getan, wenn ich der „Gleichberechtigung“ wegen, alle die gleichen Hobbies hätte machen lassen.

Wer Kinder hat, kennt das: Das hätte regelmäßig schlechte Stimmung gegeben. Und dann machen die Kinder auch bei allem anderen nicht mehr so richtig gut mit.

 

Ungleichbehandlung, um beste Leistungen zu ermöglichen

👨‍💼 👩‍💼 Bei der Arbeit ist es letztlich genauso: Jeder hat unterschiedliche Stärken, andere berufliche und private Hintergründe, Persönlichkeiten usw. und möchte damit gesehen werden.

Gerade die unterschiedlichen Anforderungen des Alltags sind nicht zu unterschätzen. Chronisch Kranke brauchen vielleicht Reha-Kurse (tagsüber) zur eigenen Gesunderhaltung, Eltern von Kleinkindern und pflegende Angehörige brauchen Arbeitszeiten innerhalb der Betreuungszeiten, … kann das berücksichtigt werden, werden unmittelbar Ressourcen frei, die der Arbeit zu Gute kommen.

Somit macht Sinn, diese Unterschiede und Besonderheiten für das Unternehmen zu nutzen, statt alle standardmäßig gleich zu behandeln. Das gilt ebenso für die Vorteile wie auch die unangenehmeren Teile der Tätigkeit.

💡 Fazit: Fair und „gleich“ behandele ich alle, wenn es mir gelingt, alle meine Mitarbeitenden wertzuschätzen (auch die Nicht-Lieblinge!) und ich jeden nach Stärken und Besonderheiten einsetze und auch – wo es gebraucht wird – Freiräume ermögliche.

So schaffe ich ein Arbeitsumfeld, in dem alle bestmöglich ihre Leistung bringen können.

 

Bringen individuelle Rahmenbedingungen nur Vorteile?

⛈️ Ach ja und dann sind da die, die normal gesund sind und auch gerne die Sonderbehandlungen für chronisch kranke Mitarbeitende haben möchten. Von denen erwarte ich genau wie von den chronisch Kranken, dass sie ihre Ziele und Aufgaben erfüllen. Brauchen Sie besondere Rahmenbedingungen, dann ist das persönlich zu klären.

👩‍👦‍👦 Fallbeispiel: Eine alleinerziehende Mutter, Sekretärin, hatte mit ihrem Chef ausgehandelt, dass sie vormittags im Büro ist und abends, wenn die Jungs im Bett waren, die Schreibtischarbeiten erledigt.

Win-win für beide.

Abends hat sie in Ruhe richtig was weggeschafft (viel effizienter als wenn sie mit ständigen Störungen im Büro gesessen hätte) und konnte nachmittags für ihre Kinder da sein.Andere sehen dann oft nur, „die ist ja nur morgens da“. Der Chef wusste, was er an ihr hatte. Es ist an ihm, das Miteinander unter den Mitarbeitenden zu klären.

Schade, dass solche Lösungen oft nur möglich sind, wenn man schon länger für ein Unternehmen arbeitet.

 

💡 Fazit: Ich lasse mich nicht mit Forderungen nach Pseudo-Gleichbehandlung aus der Ruhe bringen, sondern gehe transparent und gezielt auf besondere Bedürfnisse ein. Leistung wird nach Erreichung der Aufgaben-Ziele gemessen.

 

Individuelle Ungleichbehandlung für gesundes Führen

🧭 Und hier ist es meine Aufgabe als Führungskraft Folgendes zu klären:

🚩 „Passende Rahmenbedingungen“ heißt nicht weniger Leistung.🚩 Ungleich und dabei bedürfnisorientiert behandeln heißt: optimale Arbeits- und Leistungsbedingungen ermöglichen.🚩 Mit diesem Vorgehen baue ich Gesundheit & Loyalität sowie Leistung & Wirtschaftlichkeit auf und erhalte sie.

💡 Fazit: Jede:r kann bestmöglich seine Arbeit gestalten und leisten.

Wenn das nicht im Sinne aller ist!?!

 

Frage zur Reflektion

👉 Was denkst du? Kann man alle „gleich“ behandeln und dabei fair sein und bestmögliche Leistung erhalten?

 

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Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.