Jetzt kostenloses Kennlerngespräch buchen – Hier klicken!

Sage ich meinem Coachee, was er tun sollte? Auf keinen Fall!

Lesezeit: 3 min | Veröffentlichung: 04. Mai 2022

von Christina Griesel

 

Führungskräftecoaching – Wie wirken „Ratschläge“ von Coaches?

Neulich erzählte mir ein Coachee, was ihm ein anderer Coach geraten hatte: „Eigentlich finde ich Ihre Situation aussichtslos. Sie sollten lieber die Stelle wechseln.“ Das war jedoch nicht die Absicht dieser Person.

Nur weil ich als Coach, keine Perspektive finde, heißt es ja nicht, dass mein Coachee keine für sich findet. Und am Ende erzeugt es Widerstand und vielleicht bei ein paar ähnlichen Erlebnissen sogar einen Beziehungsbruch, wenn der Coachee sich nicht abgeholt fühlt.

Das führt zu einem Gefühl von „nicht gesehen werden“ oder schlimmer „das ist nicht meine Lösung“ und die Umsetzung fühlt sich einfach „falsch“ an. Was für mich eine gute Lösung ist, wäre das für den anderen noch lange nicht.

Wie viele Umwege bin ich schon gelaufen, weil ich „gute Ratschläge“ aufgegriffen habe, die nicht „meins“ waren?!

Coachings eröffnen Gestaltungsräume – ohne Absicht und für das Ziel des Coachees

Genau diese Absichtslosigkeit und Offenheit für Lösungen, die ich mir früher nicht hätte vorstellen können, ist für mich das A & O in meiner Arbeit als Coachin. Gemeinsam mit mir hat mein Coachee dann etwas ganz anderes für sich entwickelt – was besser zu ihm passt. Und hat damit aktuell einen Weg gefunden weiterzugehen statt abzubrechen.

Und ich? Meinen Horizont hat es erweitert und mich wieder darin bestätigt, dass es sich immer wieder lohnt, vorgefertigte Meinungen und vorschnelle Urteile an ihren Platz zu weisen und stattdessen ganz neutral und unbefangen heranzugehen.

Und wenn der erste Coach (und auch mein erster Impuls) doch recht hatte – was vielleicht sogar sein mag – wird es erst dann eine vollherzige Entscheidung des Coachees werden, wenn er selbst den Weg dorthin findet. Dann entsteht auch eine Handlungskompetenz.

Diese ist meiner Beobachtung nicht da, wenn „lediglich“ fremde Empfehlungen verfolgt werden. Dann kommen zwar erste Handlungen, aber es kommt nicht zu einer dauerhafteren Umsetzung. Warum? Weil es nicht aus einem selbst heraus kommt.

Es ist dann eine Kopfentscheidung, wo Herz und Bauch abgehängt werden.

 

Fragen zur Reflektion

👉 In welchen Situationen hörst du besser auf dich?
👉 Wann ist es gut, Empfehlungen zu erhalten und zu folgen?
👉 Wann ist es gut, Empfehlungen zu geben und wann, sich zurückzunehmen?

Wo kann dich ein Coaching unterstützen, Klarheit zu finden?
Sprich mich gerne an.

Möchten Sie ähnliche, kurze Impulse wie diesen Artikel regelmäßig in Ihrem Mail-Fach finden, dann abonnieren Sie meine Impuls-Mail:

Mein Name ist Christina Griesel.
Ich bin Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologin und ehemalige Führungskraft. Mein persönliches Anliegen ist es, Führung mit einem breiten Blick für Mensch, Unternehmen und Kunden zu betrachten:
eben Führen mit Weitblick.